Warum dein Körper mit dem Autogenen Training wieder Entspannung lernen darf

Viele Menschen, die zu mir in die Praxis kommen, haben lange versucht, den Stress über den Kopf zu lösen. Sie planen besser, schreiben Listen und nehmen sich vor gelassener zu reagieren. Sie hoffen, dass sich ihr Körper irgendwann an die Gelassenheit anpasst. Manchmal hilft das bereits. Sehr oft aber ist das nicht alles. Du hast weiterhin einen flachen Atem. Der Kiefer bleibt weiterhin angespannt und dein Schlaf ist unruhig. Das Gefühl, dass du nicht mehr richtig runterfahren kannst, bleibt.
Genau hier wird Autogenes Training zur Entspannung interessant. Es ist kein schneller Trick und kein Versprechen, dass deine Anspannung von heute auf morgen verschwindet. Autogenes Training ist eine strukturierte Entspannungsmethode, welche mit der Körperwahrnehmung arbeitet. Bei Loadbalance wird die Methode als Weg verwendet, um die Stressregulation, Entspannung und innere Ruhe Schritt für Schritt zu unterstützen.
Dein Körper muss nicht auf Knopfdruck entspannen können. Er darf die echte Entspannung wieder lernen.
Stress ist nicht nur ein Gedanke. Er zeigt sich auch körperlich. Wenn dein Gehirn eine Situation als fordernd oder bedrohlich bewertet, reagiert dein Körper mit Aktivierung. Dein Atem wird flacher. Deine Muskeln spannen sich an. Deine Aufmerksamkeit verändert sich. Kurzfristig ist Stress sogar etwas Gutes, weil er dich handlungsfähig macht. Schwierig wird es dann, wenn diese Aktivierung in Daueranspannung übergeht und dein Körper auch in freien Momenten nicht mehr entspannen kann.
Für diesen Übergang ist das autogene Training genau der Ansatzpunkt. Du übst nicht den Stress wegzudrücken, sondern wie du deinen Körper gezielt in die Entspannung begleiten kannst. Deine Aufmerksamkeit wird dabei auf einen Zustand der Entspannung gelenkt, bei der du den Stress loslassen kannst.
In der ersten Sitzung sind die Teilnehmenden häufig irritiert, weil sie erst dann realisieren, wie unruhig sie eigentlich waren. Das ist der Moment, in dem der Körper wieder einmal richtig wahrgenommen wird. Wer jahrelang in der Daueranspannung funktioniert hat, braucht nicht noch mehr Druck. Er oder sie braucht einen klaren Rahmen, in dem Selbstregulation wieder möglich wird.
Ein wichtiger Vorteil des Autogenen Trainings liegt in der Klarheit. Das Autogene Training kann konkret trainiert und im Alltag unabhängig von Tools angewendet werden. Gerade Menschen, die im Alltag viel leisten und viel Verantwortung haben, profitieren von dieser Klarheit des Trainings, weil sie nicht jedes Mal aufs Neue überlegen müssen, was sie tun und wo sie beginnen sollen.
Bei Loadbalance geht es nicht darum, dass du noch eine weitere Aufgabe auf deine ToDo-Liste bekommst. Es geht darum, dass du Selbstregulation in deinen Alltag integrierst, dass sie wirklich machbar bleibt. Drei bis zehn Minuten am Tag üben können ein guter Anfang sein. Entscheidend ist nicht die perfekte Länge oder ein perfekter Start. Sondern dein Körper, der durch Erfahrung lernt und so wieder in die Entspannung kommt.
Das Autogene Training ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, wenn sie nötig ist. Sie kann ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Stressprävention und Selbstregulation sein, welche die Therapie oder Behandlung ergänzt.
Der erste Schritt ist nicht länger zu warten, bis gar nichts mehr geht, sondern früher hinzuschauen. Du darfst deinen Körper ernst nehmen und lernen, dass Entspannung kein Luxus ist, sondern eine trainierbare Fähigkeit.
Wenn du merkst, dass dein Körper nicht mehr richtig abschalten kann, musst du nicht warten, bis es schlimmer wird. Autogenes Training kann ein erster Schritt sein, Selbstregulation wieder aufzubauen. Hier kannst du mehr erfahren.




Kommentare